Eine kurdische Abgeordnete im Bundestag: Gökay Akbulut

Seit gestern Abend sprechen alle nur noch über die AFD. 12,6% und 94 Mandate, das hätten die wenigsten erwartet. Die SPD will nicht weiter als Juniorpartner in Koalition mit der CDU regieren. Die sog. Jamaika-Koalition (CDU-FDP-GRÜNEN) gilt als wahrscheinlich. Und eine kurdische Politikerin aus Mannheim schafft den Einzug in den Bundestag.

25 Eylül 2017 Pazartesi | Deutsch

Seit gestern Abend sprechen alle nur noch über die AFD. 12,6% und 94 Mandate, das hätten die wenigsten erwartet. Die SPD will nicht weiter als Juniorpartner in Koalition mit der CDU regieren. Die sog. Jamaika-Koalition (CDU-FDP-GRÜNEN) gilt als wahrscheinlich. Und eine kurdische Politikerin aus Mannheim schafft den Einzug in den Bundestag.

Im ersten Moment war erst einmal Stille. Viele mussten am Sonntag bei den ersten Hochrechnungen um 18 Uhr zunächst schlucken und den Wahlerfolg der AFD verdauen. Laut den amtlichen Wahlergebnissen hat die AFD insgesamt 12,6 % der Stimmen erlangt. Sie ist damit die drittstärkste Kraft im Bundestag. Besonders in Ostdeutschland konnte die sog. Alternative für Deutschland mit ihrem offen rassistischen Wahlprogramm punkten. In Sachsen ist sie sogar die stärkste Kraft.

Abgestraft bei den Wahlen wurde die Große Koalition. Die CDU verlor 8,6% und die SPD 5,2% Stimmanteil. Zumindest die SPD hat ihre Konsequenz aus diesem Wahlergebnis gezogen. Sie will nicht mehr als kleiner Koalitionspartner der CDU mitregieren und in die Opposition gehen. Aus diesem Grund deutet derzeit alles auf eine Regierungskoalition von CDU, FDP und den Grünen hin.

Mit 10.500 Erststimmen 

Ein positives Zeichen setzten die LINKEN. Sie erreichten insgesamt 9,2%. Das sind immerhin 0,6% mehr als bei den letzten Bundestagswahlen. Die Linkspartei hatte in ihrem Wahlprogramm unter anderem die Aufhebung des PKK-Verbots gefordert. Für die LINKE demnächst im Bundestag wird auch die kurdischstämmige Kandidatin Gökay Akbulut vertreten sein. Sie führte gemeinsam mit ihrer Partei in Mannheim einen erfolgreichen Wahlkampf. Am Sonntag erlangte sie fast 10.500 Erststimmen (7,4 %) in ihrem Wahlbezirk. Bei den Zweitstimmen erlangte DIE LINKE in Mannheim 9,1%.

 



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